Kann die Erkrankung rheumakranker Kinder durch Ernährung positiv beeinflusst werden? Kann auch die ´alternative Medizin´ helfen?
Anzustreben ist eine ausgewogene Ernährung, mit einem für Kinder und Jugendliche ausreichenden Angebot an Eiweiß, Kohlenhydraten, Vitaminen und Spurenelementen. Da aus bestimmten tierischen Fetten Entzündungsstoffe im Körper entstehen, sollten diese Nahrungsbestandteile eher reduziert werden. Entsprechend der Krankheitsaktivität (mit Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel und auf das Wachstum) ist gegebenenfalls eine spezielle Ernährungsberatung zu überlegen. Eine einseitige Diät ist auf jeden Fall zu vermeiden, da diese meist aus dem Erwachsenenbereich stammenden Diätempfehlungen häufig nicht den Bedürfnissen des kindlichen, wachsenden Organismus entsprechen.
Eine eindeutige, wissenschaftlich gesicherte Wirksamkeit der verschiedensten ´alternativen´ Therapiemöglichkeiten liegt im Augenblick nicht vor. Falls allerdings keine Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit den rheumatologisch wirksamen Medikamenten zu erwarten sind, spricht nichts gegen ein Therapieverfahren (z.B. Akupunktur bei Schmerzsymptomatik). Der behandelnde Arzt sollte über den Einsatz und die Art der verwendeten zusätzlichen Methoden informiert werden.

