Können rheumakranke Kinder später gesunde Kinder bekommen?
Die juvenile idiopathische Arthritis (JIA = Gelenkrheuma im Kindes- und Jugendalter) ist keine Erkrankung, welche mit einer genau zu bestimmenden Wahrscheinlichkeit direkt vererbt wird. Es besteht nach dem heutigen Wissensstand nur eine gewisse Neigung, an einer JIA zu erkranken, wobei andere Faktoren hinzukommen müssen, um diese Krankheit auszulösen. Deshalb ist das Risiko, dass weitere Geschwister an einer JIA erkranken, im Vergleich zu nicht betroffenen Familien nur wenig erhöht.
Es sollte aber vermieden werden, dass vor allem bei immunsuppressiv behandelten Mädchen unter der Therapie eine Schwangerschaft eintritt. Aus diesem Grunde sollte bei diesen Jugendlichen frühzeitig Möglichkeiten der Empfängnisverhütung besprochen und eingeleitet werden.
Eine Beeinträchtigung, später selbst Kinder zu bekommen, ist nur bei wenigen, selten eingesetzten Medikamenten (Cyclophosphamid, Chlorambucil) zu erwarten.

