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ProKind Rheuma

Logo ProKind Rheuma Projekte zur Klassifikation, Überwachung und Therapie in der Kinderrheumatologie

Fragestellung

Mit dem Projekt soll die Prognose rheumakranker Kinder verbessert werden. Wir wollen konkret überprüfen, ob die Harmonisierung des therapeutischen Vorgehens durch die Anwendung von Therapieprotokollen im klinischen Alltag zu einer Verbesserung des Outcomes führt. Die Therapieprotokolle werden von der Kommission ProKind („Projekte zur Klassifikation, Überwachung und Therapie in der Kinderrheumatologie“) unserer Fachgesellschaft entwickelt und hier auf dieser Website zur Verfügung gestellt. Das aktuelle Projekt wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gefördert. Es nutzt dabei die vorhandene etablierte Infrastruktur der Kerndokumentation rheumakranker Kinder und Jugendlicher (Kinder-KD).

Konzept

Neu an juveniler idiopathischer Arthritis (JIA), juvenilem systemischen Lupus erythematodes (jSLE) und juveniler Dermatomyositis (jDM) erkrankte Kinder und Jugendliche sollen nach Einschluss in die Kinder-KD viermal im ersten Behandlungsjahr erfasst werden. Es können von den behandelnden Ärzten die vorgeschlagenen Therapieprotokolle verwendet werden, dies ist aber nicht Voraussetzung für die Teilnahme an der Registerstudie. Die mit der prospektiven Beobachtung gewonnenen Daten sollen zur Beantwortung folgender Fragen herangezogen werden:

  • Wie werden neu erkrankte Kinder und Jugendliche mit JIA, jSLE und jDM versorgt?
  • Lassen sich Patientencharakteristika oder Therapiestrategien identifizieren, die mit dem Outcome verbunden sind?

Um das Outcome der Patienten und mögliche Einflussfaktoren auf dieses adäquat zu untersuchen, werden folgende Informationen ergänzend zur Standarderhebung der Kerndokumentation erfasst:

  • Sozioökonomischer Hintergrund der Patienten (analog zur Erfassung im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey)
  • Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen (mittels Pediatric Quality of Life Inventory)
  • Therapieadhärenz
  • Therapiezufriedenheit

Der Dokumentationsaufwand wird vergütet, bei Interesse an der Studie bitte bei Martina Niewerth oder Kristina Vollbach (Kontaktdaten siehe unten) melden.

Patienten

  • insgesamt 500 Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, juveniler Dermatomyositis (n=435 mit JIA, n=40 mit jSLE und n=25 mit jDM)
  • Alter 6 Monate – 17 Jahre
  • DMARD-naiv
  • Diagnose seit ≤ 6 Monaten

Dokumentationszeitpunkte

Teilnehmende Einrichtungen

Committent zur Teilnahme von bisher 22 Einrichtungen deutschlandweit

Laufzeit

Einschluss von Neu-Patienten Januar 2020 bis Mai 2022 (letzte Visite bis Juni 2023)

Konsortialführung

Prof. Dr.  Klaus Tenbrock
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Uniklinik RTWH Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
prokind@ukaachen.de

Konsortialpartner

Prof. Dr. Dirk Föll, Universitätskinderklinik Münster
Prof. Dr. Gerd Horneff, Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin
Prof. Dr. Kirsten Minden, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) Berlin

Methodischer Studiensupport

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum – DRFZ
Programmbereich Epidemiologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Mögliche Beteiligung durch GKJR-Mitglieder

Einschluss von Patienten (Aufwandsentschädigung nur innerhalb Deutschlands, da G-BA-gefördertes Projekt)
Blutentnahme (Zusatzmodul sJIA Uniklinik Münster und alle anderen Formen der JIA/SLE/JDM Uniklinik RWTH Aachen)

Hintergrundinformationen

ProKind Rheuma ist eine multizentrische prospektive Beobachtungsstudie. Alle an der Kinder-Kerndokumentation (Kinder-KD) teilnehmenden Einrichtungen können im Zeitraum von Januar 2020 bis März 2022 Patienten in ProKind Rheumaeinschließen. In ProKind Rheuma eingeschlossene Kinder und Jugendliche mit JIA, jSLE und JDM werden 4mal im ersten Beobachtungsjahr und danach 1mal jährlich im Rahmen der Kinder-KD erfasst.

Für jede der genannten Erkrankungen werden im Rahmen der Routine-Versorgung in den kinderrheumatologischen Einrichtungen klinische Parameter, die durchgeführten Therapien und patientenberichteten Outcomes erfasst. Neben den Kinder- und Jugendrheumatologen werden die Eltern betroffener Kinder und Jugendlicher um das Ausfüllen eines Fragebogens gebeten, zusätzlich füllen Jugendliche ab 12 Jahre einen Fragebogen aus. So ist ein Vergleich mit anderen Kohorten möglich.

Gegenstand von ProKind Rheuma ist die prospektive und standardisierte Erfassung der Behandlung und des Therapieerfolgs von neu mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA), juvenilem systemischen Lupus erythematodes (jSLE) und juveniler Dermatomyositis (JDM) diagnostizierten Kindern und Jugendlichen.

Die mit der prospektiven Beobachtung gewonnenen Daten werden zur Beantwortung der folgenden Fragen der Versorgungsforschung herangezogen:

  1. Wie werden neu erkrankte Kinder und Jugendliche mit JIA, jSLE und JDM versorgt?
  2. Folgt die Behandlung der Patienten den aktuellen, von der Kommission ProKind der GKJR für die einzelnen Erkrankungen vorgeschlagenen Therapiepfaden?
  3. Wie ist die Ergebnisqualität, d.h. das Ein-Jahres-Outcome der Patienten, und gibt es Unterschiede im Outcome in Abhängigkeit von den angewandten Therapiestrategien?
  4. Lassen sich Patientencharakteristika (demografische, sozioökonomische, klinische oder laborchemische/zellbiologische) identifizieren, die mit dem Outcome verbunden sind?

Kontakt

Wenn Sie an Informationen zu ProKind Rheuma bzw. einer Teilnahme interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit dem koordinierenden Studienzentrum in Verbindung:

Prof. Dr. Kirsten Minden
Martina Niewerth (MPH)
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum – DRFZ
Programmbereich Epidemiologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Fon 030/28460-632
Fax 030/28460-744

Dr. Kristina Vollbach
Uniklinik RWTH Aachen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
prokind@ukaachen.de

In Form von Zusatzmodulen können bei den in ProKind Rheuma eingeschlossenen Patienten zusätzlich Bioproben in das von den Ethikkommissionen der Universität Aachen und Münster geprüfte Vorhaben „Immunologische Mechanismen bei kindlich rheumatischen Erkrankungen” gesammelt und speziellen Untersuchungen zugeführt werden.

Ansprechpartner für das Zusatzmodul sJIA in Münster:
Dr. Claas Hinze und Dr. Monika H. Tedy
Uniklinikum Münster
Klinik für Pädiatrische Rheumatologie und Immunologie
Albert-Schweitzer-Campus 1
48149 Münster
prokind-sjia@ukmuenster.de

Ansprechpartner für das Zusatzmodul nicht-sJIA (entsprechend alle anderen Formen der JIA/SLE/JDM) in Aachen:
Dr. Kristina Vollbach
Uniklinik RWTH Aachen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
prokind@ukaachen.de