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Wechsel des Arztes / der Ärztin

Jugendliche oder junge Erwachsene, die an einer chronischen rheumatischen Erkrankung leiden, müssen irgendwann aus der Kinder- in die Erwachsenenmedizin wechseln. Dann wird die fachärztliche Betreuung von einem / einer sogenannten internistischen Rheumatologen / Rheumatologin, der / die für Erwachsene zuständig ist, fortgeführt. Wer das sein soll, können die Patient(inn)en frei entscheiden.

Um den Übergang von der Kinder- in die Erwachsenen-Rheumatologie zu erleichtern, werden von verschiedenen Kinderrheumatolog(inn)en bzw. Kliniken folgende Vorgehensweisen angeboten:

Übergangssprechstunden, die von Kinder- und Erwachsenenrheumatologen gemeinsam mit den Patient(inn)en geführt werden (wird überwiegend von Klinikambulanzen angeboten!).

Telefonischer Austausch zwischen dem / der kinderrheumatologischen und dem / der neuen, weiterbetreuenden Arzt / Ärztin vor dem Wechsel.

Hilfreich ist außerdem ein Therapiebegleitheft, seit der Neuauflage im August 2016 Transitions-Pass genannt. Er soll beim Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenrheumatologie unterstützen. Patient(inn)en füllen den Pass gemeinsam mit dem / der behandelnden Kinderrheumatologen / Kinderrheumatologin aus und nehmen ihn dann mit zum / zur internistischen Rheumatologen / Rheumatologin. Der Pass hat „Hosentaschenformat“ und ist bei den Kinderrheumatolog(inn)en erhältlich. Ärzte / Ärztinnen können ihn bei der GKJR bestellen.

Daten und Fakten

In ganz Deutschland sind etwa 20.000 Kinder und Jugendliche von einer entzündlich rheumatischen Erkrankung betroffen. Bei jedem / jeder zweiten Patienten / Patientin ist die Erkrankung beim Eintritt ins Erwachsenenalter noch behandlungsbedürftig. Etwa 2.500 junge Rheumatiker*innen befinden sich im Transitionsprozess (Vorbereitung auf den bzw. der Wechsel von der kinder- in die erwachsenen-medizinische Betreuung).